Donnerstag, 20. April 2017

Tag 28 - Von Zalakaros nach Vrbovec (26. März)

Entgegen meiner Erwartung würde ich nachts nicht Opfer eines Gewaltverbrechens und machte mir den Morgen noch schöner, indem ich mir im benachbarten Restaurant ein Frühstück gönnte. 
 
Danach allerdings würde es weniger schön, denn es war kälter geworden und sehr bewölkt. Als ich losfuhr merkte ich, dass auch der Wind gegen mich war und ärgerte mich, dass alles auf einmal schlecht werden musste, nur die Kälte hätte doch gereicht...
Wenig motiviert kämpfte ich mich voran, als auf einmal ein bellender Hund aus einer Einfahrt geschossen kam und mir Zähne fletschend hinterher rannte. Im Internet hatte ich gelesen, dass es in Ungarn viele aggressive Hund gäbe und mir deshalb extra ein Pfefferspray gekauft, das in meiner Lenkertasche lag. Der Hund kam immer näher, laut und bedrohlich. Ich fuhr schneller, gegen Ende sogar 30 km/h mit Gegenwind, der Hund dicht hinter mir. Dann auf einmal war er neben mir und visierte mein Bein an. Ich überlegte, ob ich den Hund treten sollte, schnappte er doch nur noch dem Fuß, als ich dies andeutete. Stattdessen trat ich schneller in die Pedale, gleichzeitig kam ein Auto auf der Gegenfahrbahn, das den Hund dann zum Stehenbleiben bewegte. Man kann also von einer Nahtoderfahrung sprechen, ich habe mein ganzes Leben schon an mir vorbeisausten sehen und das Licht am Ende des Tunnels. 
Ich hatte noch ein paar Forint dabei, die ich loswerden wollte, bevor es nach Kroatien ging, deshalb zählte ich das Geld und betrat mit dem Taschenrechner meines Handys bewaffnet einen Supermarkt und füllte den Korb so, dass noch ein paar Münzen als Erinnerung übrig bleiben würden. Das viele Essen passte leider mehr schlecht als recht in die Gepäcktaschen, sodass ich die Packung mit Karotten zu der Isomatte und dem Zelt auf den Gepäckträger packen musste. Glücklicherweise hielt die Konstruktion den ganzen Tag über stand.
 
Weiter ging es durch verlassen wirkende Orte und ich machte mir Gedanken darüber, was die Leute hier beruflich machten. Klar gab es Felder, die zu bewirtschafte waren, sonst aber keine Läden, außer einen, der Gasflaschen verkaufte. 
Waren alle Grenzübergänge vorher ohne Probleme verlaufen, gab es von Ungarn nach Kroatien eine richtige Grenzkontrolle. Ich musste meinen Personalausweis vorlegen und sagen, was in meinen Taschen sei. Ich zählte auf: "Schlafsack, Klamotten, Essen, Trinken..." und überlegte dabei immer wieder, ob ich ein kühles "Leichenteile" in die Aufzählung miteinbringen sollte, dachte dann aber, dass es eine gute Idee sein würde die erste Grenzkontrolle meines Lebens ohne mittelmäßigen Gag, der mich bestimmt einiges an Ärger gekostet hätte zu vollenden. Und so wurde ich weiter ausgefragt über die bisherigen Stationen meiner Reise und wo es danach noch hingehen würde. Dabei war ich mir nicht ganz sicher, ob das jetzt Interesse an meiner Reise war oder, ob sie testen wollten, ob ich Drogendealer oder Mörder bin. 
 
Als ich zu dem kleinen Grenzhäuschen gefahren bin, bin ich noch an der Schranke vorbei, denn mein Fahrrad ist nun mal schmaler, als Autos und von denen war keines in Sicht. Zur Weiterfahrt öffnete der Grenzbeamte allerdings die Schranke für mich, die sich sehr langsam nach oben bewegte. Ich hätte natürlich einfach daran vorbeifahren können, wartete jetzt aber doch lieber ab, denn ich wollte mich ja so unauffällig, wie möglich benehmen.
Die ersten Meter in Kroatien waren dann sehr schön, doch wieder einmal würde ich von Hunden attackiert, die mich mindestens 500 Meter verfolgten, doch ich war schneller und wurde nicht aufgegessen. 
 
Wieder einmal Glück gehabt. Auf meinem Weg habe ich dann noch zwei kroatische Radfahrer getroffen, die eine Tagestour gemacht hatten und mich über meine Reise ausfragten. Weiter ging es einen Berg hoch und wieder runter und dann wollte ich Pause machen, aber...KEINE BÄNKE! Nach dem scheiß Wind waren die fehlenden Bänke zu meinem größten Problem geworden. So machte ich meine Pause bei einem kleinen Jesus huldigenden Häuschen, das natürlich abgeschlossen war. So viel zum Thema Nächstenliebe...
 
Die Landschaft wurde bergiger und damit die Aussicht schöner, allerdings war der Weg nun auch ziemlich anstrengend. Besonders, als es gegen Ende noch einmal bergauf ging. 
 
Doch dann tauchte schon das noble Hotel vor mir auf, in dem ich, vollgeschwitzt, hechelnd und mit dem knallroten Helm auf wieder einmal sehr deplatziert wirkte. Ein wenig komisch angeguckt würde ich schon, doch dann zeigte man mir mein Zimmer und ich legte mich erschöpft auf das weiche Bett.
 

Tag 27 - Von Siofok nach Zalakaros (25. März)

Das Frühstück war in einem anderen Hotel des Besitzers, so hätte ich zwar einen kleinen Umweg aber auch einen guten Blick auf den Balaton beim Essen. Ich löffelte ein paar Schalen Schoko-Cornflakes und unterhielt mich mit dem dortigen Mitarbeiter, der sehr beeindruckt von meiner Reise war. 
 
Dann ging es weiter und fast den ganzen Tag am See entlang. Schon am Vortag war mir aufgefallen, wie gepflegt hier alles war und diese tolle Gegend hatte ich nun den ganzen Tag. Da noch nicht viele Urlauber (so gut, wie keine) unterwegs waren, war es insgesamt sehr ruhig - wenige Autos, wenige Menschen und geschlossene Läden. Irgendwie vermisste ich dabei aber auch die belebten Städte, wie Wien oder Budapest. Außerdem wurde viel gebaut, leider auch auf Wegen, die ich laut Navi hätte befahren sollen. 
 
So hieß es improvisieren und nach Gefühl fahren. Dem nach Gefühl fahren verdankte ich, dass ich ein paar Kilometer weiter mein Fahrrad samt Gepäck über Bahngleise hieven musste. Diese wurden gerade gebaut und waren noch nicht in der App verzeichnet. Und den skeptischen Blicken der Bauarbeiter trug ich das schwere Rad über die Gleise und fuhr dann weiter. 
 
Auf dem weiteren Weg fiel mir auf, dass es neben den schönen Hotels viele Privathäuser gab, deren Zustand nicht unterschiedlicher hätte sein können. So waren einige moderner, als ein Haus in einem Schweighöfer-Film und bei anderen erwartete man, dass sie zusammenbrechen würden, wenn man sie nur anstupste.
 
Nach der Gleis-Aktion war ich erschöpft und wollte eine Pause machen, doch es gab wieder KEINE BÄNKE. MANN! So machte ich auf einem Steg Pause und fuhr schon bald weiter.
Zeitlich war ich gut unterwegs und genoss die letzten Meter am Wasser entlängs. 
 
Dann hieß es Abschied nehmen vom Balaton und sogleich wurde die Gegend ungepflegter, die Dörfer wirkten ärmlich. Auf einem Spielplatz machte ich noch eine Pause und das Kind in mir erwachte. So probierte ich direkt ein paar Spielgeräten in dem Glauben aus, nicht beobachtet zu werden. Bis ich eine ältere Frau sah, da mich auf einer Hake abgestützt mehr als irritiert beobachtete. Schnell setzte ich mich auf eine Bänke und checkte Mails auf meinem Handy. Zum Glück, denn ich hatte eine Nachricht bekommen, in der es hieß, dass ich am Abend zu einer andren Adresse kommen sollte. Skeptisch fragte ich nach dem Grund - Heizschaden. Stornieren konnte ich das Zimmer nicht mehr und hatte auch keine Lust nach einer Alternative zu suchen, also ließ ich mich darauf ein. Ein paar Kilometer vor der Unterkunft fuhr ich mit dem Fahrrad durch ein Dorf, dessen Zustand mich wirklich erschreckte. Die Bäume, die den Weg säumten sahen zwar schön aus, aber die Häuser eher wie Baracken und auch die Leute dort waren ungepflegt und die Kleider ungewaschen, doch allen waren draußen und machten Gartenarbeit, die alten Frauen lächelten mich freundlich mit ihren zahnlosen Mündern an, die Kinder riefen mir "Hello" zu und liefen ein wenig neben mir her. 
 
Und obwohl ich mich ganz schlecht fühlte, wie ich da mit meiner teuren Ausrüstung durch das kleine Dörfchen fuhr und ganz deplatziert wirkte, stellte ich fest, dass ich während der ganzen Reise keine Menschen mit einer positiveren Ausstrahlung gesehen hatte.
Als ich die Adresse, die man mir geschickt hatte erreichte, fand ich nirgends eine Klingel, lediglich zwei kleine Kinder, die im Garten auf einem Trampolin spielten. Sie zeigten nur auf eine Tür, zu der ich über eine Treppe gelangte. Nachdem ich dort geklopft hatte, zeigte man mir mein Zimmer. Dabei handelte es sich vielmehr um ein Apartment mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad. Alles war sehr schön eingerichtet, sodass das Preis-Leistungs-Verhältnis mehr als gut für mich war. Ich erwartete schon, dass ich nachts Opfer eines Gewaltverbrechens werden würde, um den niedrigen Preis zu rechtfertigen. 
 
Dann entdeckte ich jedoch, dass kein Klopapier da war und ging wieder die Treppe rauf und klopfte an die Tür. Die Kinder sprangen weiter auf dem Trampolin und hörten, wie die Frau drinnen irgendetwas auf ungarisch schrie, was ich natürlich nicht verstehen konnte. Doch die Kinder kamen mir zu Hilfe und wenige Momente später stand die Frau nur bedeckt von einem Handtuch mit einer Rolle Klopapier in der Tür. Insgesamt eine der besten Unterkünfte, aber schon ein wenig absurd das Ganze...

Mittwoch, 19. April 2017

Tag 26 - Von Budapest nach Siofok (24. März)

Obwohl ich alles mit Deo eingesprüht hatte, ließ mich der starke Zigarettengeruch nicht gut schlafen. Wegen des abstoßenden Gemeinschaftsbads entschied ich mich auch dazu auf eine morgendliche Dusche zu verzichten. Stattdessen kaufte ich noch etwas ein und machte mich dann auf in Richtung Balaton, dem größten See in Ungarn und einem beliebten Urlaubsziel. Ich fuhr noch durchs schöne Budapest und ließ mich dann von meiner neuen Fahrrad-App weiter navigieren, die mich nun zuverlässig auf die schönsten Radwege führte. 
 
Dabei überlegte ich mir Dialoge für eine neue Theaterversion von "Schneewittchen und die sieben Zwerge". Beim Fahrradfahren kann man seinen Gedanken sehr gut freien Lauf lassen und hat zudem immer neue Eindrücke, je mehr man sieht. 
Ich hörte wieder "Last September in Monaco" und war irgendwann sehr genervt von dem Wind, der immer stärker wurde. Gleichzeitig fiel mir auf, wie sehr gepflegt die Friedhöfe waren, die ich in Ungarn gesehen hatte.
 
Irgendwann wollte ich Pause machen, doch fand keine Bank zum Hinsetzten und Beine entspannen. Das sollte zu einem Problem werden, dass sich durch die gesamte Reise ziehen würde: Nirgendwo Bänke. Während es in Deutschland, dem Land der Bequemlichkeit mehr Bänke am Straßenrand, als Leitpfosten gibt, gibt es in Resteurpa wohl nicht viele Bankfans. Doch als ich durch einen verlassenen Urkaubsort an einem kleinen See fuhr, entdeckte ich dort nicht nur eine Bank, sondern dazu noch einen Tisch-perfekt. Nicht so perfekt war das Bienennest, das direkt daneben war. Da ich Bienen, Wespen und Hornissen beim Essen nicht so mag, setzte ich mich stattdessen bei einem Steg auf eine Bank und genoss die schöne Sicht auf den See, während hinter mir zwei Angler erfolglos angelten. 
 
Nach der Pause ging es durch eine pflanzenreiche Gegend. Dabei hörte ich das Hörspiel zu "Moana", war aber sehr enttäuscht, da die Story ja mal fast gar nicht vorhanden war. Den muss man wohl sehen und nicht nur hören...
Ganz plötzlich und unerwartet tauchte dann der Balaton vor mir auf. An diesen See hatte ich keine wirklichen Erwartungen und so überraschte mich der wunderbare Ausblick sehr. Und ich konnte nicht verstehen, wie die zwei Bänke, von denen man eine überragende Sicht auf den Balaton hatte, leer sein konnten. Für den Platz hätte ich Schlange gestanden, doch ich musste weiter...
 
Dadurch, dass die Gegend viele Touristen anzieht, wurden die Wege nun deutlich gepflegter, die Unterkünfte sahen schöner aus, eben alles herausgeputzt für die Urlauber. Schließlich kam ich bei meiner Unterkunft an. Doch ich würde nicht von dem Inhaber oder einer Rezeption begrüßt, sondern von drei Bauarbeiter, die eine Zigarette rauchend draußen standen und mir versuchten zu verstehen zu geben, dass sie keine Ahnung hatten, wo mein Zimmer war. Also riefen sie ihren Chef an, der in ein paar Minuten da sein sollte. Währenddessen unterhielt ich mich mit dem Bauarbeiter auf Deutsch/Englisch/Ungarisch/Hände/Füße und erklärte ihm meine Reise, denn trotz der Sprachbarriere hatte er viele Fragen. Wenige Minuten später traf der junge Chef in Jogginghose ein und zeigte mir mein Zimmer. Ich musste allerdings noch einmal umziehen, da die Heizung nicht funktionierte. 
 
Nach einer Dusche telefonierte ich mit meiner Oma und sah mir noch eine Folge "You are wanted" an.

Tag 25 - In Budapest (23. März)

Beim Frühstück blieb ich meinem Vorsatz treu und aß bis mir übel wurde: Schoko-Cornflakes, Rührei, Mini-Würstchen, zwei Sesambrötchen, ein Mini-Schokocroissant und ein normales Croissant. 
 
Danach musste ich mein schönes Zimmer verlassen, könnte dafür aber direkt, nachdem ich für eine Stunde durch die Stadt gefahren war mein neues Zimmer im neuen "Hotel" beziehen. 
 
Ich wurde dort erst einst darauf aufmerksam gemacht, dass es in dem Zimmer nicht erlaubt sei zu rauchen, was ich überhaupt nicht verstehe, denn es stank in dem Zimmer so massiv nach Rauch, dass ich die Fenster ganz aufriss und sie sie den ganzen Tag über so ließ. Ein Blick in das Gemeinschaftsbad zeigte mir, dass Hygiene-Fans dort eher nicht willkommen sind. Ich lud alle meine Sachen ab und genoss ganze ohne Fahrrad und Gepäck die Stadt zu Fuß zu erkunden-mit Cola in der Hand und Musik im Ohr. 
 
Dann hörte ich mir einen Podcast über Jacques Lacan an, einen Psychiater. Passenderweise heißt der Podcast "Lacast". Mir fiel auf, dass es in Budapest neben vielen schönen Gebäuden, einem tollen Blick auf die Donau leider auch viele Obdachlose gibt und mehr E-Zigaretten, als normale. Da ich nicht wusste, wo ich etwas gutes zu Essen bekommen könnte, entschied ich mich auf das zu setzten, was ich kenne, die Kette "Vapiano". Dort aß ich eine Pizza und erlebte, wie kurz bevor ich gehen wollte der Strom ausging. 
 
Danach schlenderte ich noch etwas an der Donau entlängs und stellte in einem Supermarkt fest, wie witzig "Die Schöne und das Biest" auf Ungarisch aussieht: "A Szépség és a Szörnyeteg". 
 
In einem Schaufenster einer Buchhandlung bewundere ich noch tolle ungarische Cover und begab mich dann mit ordentlich Proviant zurück ins Hotelzimmer, das immer noch nach Rauch stank. Außerdem war das Bett nicht sehr bequem und das Zimmer insgesamt klein und eng. 
 
Beim Telefont mit meiner Mama und meiner kleinen Schwester wünschte ich mir dann nur noch zu Hause zu sein und mich in mein bequemes Bett zu legen und meine Familie zu sehen. Das erste Mal hatte ich richtig Heimweh. 

Dienstag, 18. April 2017

Tag 24 - Von Bratislava nach Budapest (22. März)

Nachdem die beiden Partypeople mich um kurz nach 4 Uhr nachts geweckt hatten, könnte ich auch nicht mehr richtig einschlafen und nutzte die Zeit um noch eine ordentliche Fahrradnavigationsapp zu downloaden. Komoot hatte mir Thomas aus Lohr am Main empfohlen und da ich nun auch wirklich an der Donau entlängs wollte, entschied ich mich dazu die 20€ in die App zu investieren. Danach ging ich in Ruhe duschen und holte all meine Sachen in Dunkelheit aus dem Zimmer, da ich die anderen nicht wecken wollte. 
 
Um kurz vor 6 Uhr hatte ich dann meine Sachen auf dem Fahrrad verstaut und musste nun nur noch auschecken und etwas zu trinken kaufen. Dazu musste ich die Rezeptionistin wecken, die hinter dem Tresen ein kleines Schlaflager aufgebaut hatte.
Bei Morgengrauen fuhr ich dann durch die schlafende Stadt und freute mich, dass ich als Erster etwas von dem Tag hatte. 
 
Außerdem funktionierte die App super und führte mich direkt auf Fahrradwege. Schnell gelangte ich dann auf den Donauradweg und dort wurde die Freude noch größer, denn die App zeigte mir an, dass ich gleich 40 km dem Weg folgen sollte. Das hieß drei Stunden ohne nachzudenken in die Pedale treten und die Natur genießen. Während ich also die Donau entlang fuhr, tasteten die ersten Sonnenstrahlen über die glatte Wasseroberfläche rechts von mir und die Flächen Felder links von mir. 
 
Wasser rechts und Felder links. Das blieb leider die ganze Zeit über so. Um den Tag etwas spannender zu gestalten, hörte ich eine Folge "Das Podcast UFO" und noch eine "Drei ???"-Folge. Sorgen machte mir nur, dass ich immer noch kein Proviant für den langen Tag dabei hatte und nirgends war eine größere oder kleinere Stadt mit Supermarkt in Sicht. Google Maps empfahl mir einen Bäcker in Wien und zeigte noch einen kleinen Ort etwa einen Kilometer neben dem Donauradweg an. Also entschied ich mich auf gut Glück in den Ort zu fahren und dort selbst nach einem Supermarkt zu suchen. Während ich durch das kleine Örtchen fuhr, sah ich einen Mann, der offensichtlich gerade zur Arbeit fahren wollte. In perfektem Deutsch erklärte er mir den Weg zum nächsten Mini-Supermarkt, der zwei Ecken entfernt lag. Es handelte sich dabei um einen Art Container, der umgebaut wurde. Da dort alles sehr günstig war und ich noch überhaupt nichts gefrühstückt hatte, kaufte ich reichlich ein und begab mich dann wieder zum Donauradweg. 
 
Je höher die Sonne stieg, desto wärmer würde es auch, also zog ich meine kurze Hose an und cremte mich mit Sonnencreme ein. Der wohl bekannteste Radweg war insgesamt kaum befahren, die ersten vier Stunden bin ich auf niemanden gestoßen, musste dafür aber immer Mal wieder irgendwelche Absperrungen überqueren - ob da ein Zusammenhang besteht?
 
Immer Mal wieder ging der Weg etwas von der Donau weg und war der Weg auf den ersten Kilometern noch asphaltiert und in sehr gutem Zustand, wurde der Weg zunehmend schlechter. Auf dem Schotter könnte man fast nicht fahren und so musste ich einige Zentimeter neben dem Weg auf dem Gras fahren. Ärgerlich, wenn man noch dazu Zeitdruck hat. Super dagegen war, dass ich meinen Mund nur eine Minute aufmachen musste und schon hatte ich so viele Viecher im Mund, dass diese einen Eiweisshake locker ersetzen konnten. Wenn man so eine Fliege töten möchte, dann ist sie zu schnell und weicht einem aus, fährt man aber mit 20 km/h Fahrrad, hat man nach ner halbe Stunde eine ganze Fliegenfamilie im Gesicht.
 
Der Weg war sehr anstrengend und so war ich froh, als die App mir verriet, dass ich nur noch um die 65 Kilometer zu fahren hatte. Rechts neben mir lag die Donau, als die App mir sagte, ich solle nun rechts abbiegen. Aber da war nur Wasser. Und klar kann ich über Wasser gehen, aber Fahrrad fahren? Keine Chance! Eine Fähre war auch nicht in Sicht, also fuhr ich einige Meter weiter, damit mir die App eine alternative Route vorschlug, doch die blieb stur und wollte mich unbedingt im Wasser sehen. So musste ich nun doch wieder Google Maps nutzen. Dadurch wurde der Weg deutlich länger und ich fuhr nun nicht mehr auf Fahrradwegen, sondern leider mehr an der Straße entlang durch einige Touristenstädte. Dafür klopfte ein älterer Herr, der im Bus saß an die Scheibe, als er an mir vorbeifuhr und zeigte den Daumen nach oben. Das motivierte mich weiterzufahren und so kam ich schneller, als gedacht in Budapest an. 
 
Vorsichtig schlängelte ich mich durch die Touristenmenge und machte spontan noch ein Foto von einem italienischen Pärchen, das sich offensichtlich nicht traute ein chinesisches Pärchen anzusprechen, um zu fragen, ob dieses ein Foto machen könne, da bin ich natürlich heldenhaft eingesprungen. 
Ich tauschte meine Euros gegen Forint und wurde von einem Chinesen angesprochen, der wissen wollte, was ich denn vorhabe. 
 
Schnell ging es dann ins Hotel, dass für einen völlig fertigen Radfahrer viel zu nobel aussah. Ich aber genoss das tolle Zimmer und kaufte bei Burger King noch etwas zu Essen. Ich war am Ende und gleichzeitig unglaublich glücklich, dass ich diese lange Strecke gemeistert hatte. Ich telefonierte mit meinen Eltern und meiner Tante aus Berlin, um ihnen von dem ereignisreichen Tag zu erzählen. 
 
Danach allerdings, als ich mein erlauschtes Geld zählte und das mit dem üblichen Wechselkurs verglich, merkte ich, dass ich unglaublich schlecht getauscht hatte, was meine Laune etwas trübte, doch anstatt mich weiter darüber aufzuregen, genoss ich noch das tolle Zimmer und entschied noch einen Tag in Budapest zu bleiben, aber das Hotel zu wechseln.

Tag 23 - Von Wien nach Bratislava (21. März)

Den Morgen nutzte ich, um einen Eintrag im Gästebuch von Felix und Anna zu hinterlassen und vor allen Dingen, um mit dem Computer ein paar Blogeinträge zu bearbeiten und zu schreiben. 
 
Das fraß mehr Zeit, als ich gedacht hätte und so kam ich tatsächlich erst um 13:30 Uhr los, deutlich später, als geplant, dafür waren nicht viele Kilometer zu fahren. 
 
Da Wien und Bratislava beide an der Donau liegen, ging ich davon aus, dass mich Google Maps den Donauradweg entlängs führen würde. Doch meine Liste mit schlechten Google Maps-Erfahrungen sollte um noch einen Punkt ergänzt werden. Ich fuhr fast den gesamten Tag auf viel befahrenen Straßen, sodass ich mich beim Fahren kaum entspannen konnte. Einen Podcast zu hören war wegen der Lautstärke unmöglich und auch die Musik könnte man kaum verstehen, hinzu kam, dass es einen unglaublich nervös macht, wenn Autos nonstop Zentimeter an einem vorbeifahren und nehmen sie Rücksicht auf einen und warten einen geeigneten Moment fürs Überhohlen ab, fühlt man sich schlecht, weil man den gesamten Verkehr aufhält. 
 
Ich versuchte noch eine Route zu finden, die mich auf den Donauradweg bringen würde, doch leider lag neben mir und dem schönen Weg eine Autobahn, die man nicht so leicht überqueren konnte. So musste ich mich zwangsläufig mit dem Gedanken anfreunden die Donau erst am nächsten Tag zu sehen.
Der erste Teil, der Strecke war in der Nähe eines Flughafens, weshalb ich wenigstens ein paar Flieger starten und landen sehen konnte. Für die Pause fuhr ich in ein kleines Dörfchen und machte dort eine Pause vor einem Feuerwehrhaus. Auf der Bank genoss ich die Ruhe, aß etwas und hörte mir einen Podcast an. 
 
Danach ging es weiter und leider nicht besonders abwechslungsreich. Der Verkehr blieb und die immergleichen Felder, die rechts neben mir lagen. Gegen Ende der Fahrt kam ich dann aber zum Glück doch noch auf den Donauradweg. Allerdings den Teil, der ein wenig entfernt von der Donau ist...
Die Ländergrenzen von Österreich zu der Slowakei bekam ich dann gar nicht mit, freute mich dafür aber über die zahlreichen Radfahrer, die mich grüßten und die Jogger, die immer mehr wurden, je näher ich der Hauptstadt der Slowakei kam. 
Und dann könnte ich die Donau doch noch sehen, denn in Bratislava angekommen ging es über eine Brücke mit schöner Sicht auf Stadt und Fluss. 
 
Die Brücke wird oben von Autos befahren und unterhalb gibt es einen Weg für Radfahrer und einen für Fußgänger, die ich irgendwie durcheinander gebracht und so die Fußgänger genervt habe.
Bratislava hat mir sehr gefallen, obwohl ich auch ohne eine wirkliche Erwartungshaltung die Stadt besucht habe. Die Altstadt war sehr schön und es waren nicht viele Menschen unterwegs - alles wirkte für eine Hauptstadt relativ entspannt für mich. 
Ich hatte für die Nacht ein Bett in einem Mehrbettzimmer gebucht und hoffte, dass ich nach meiner positiven Erachrung in Prag wieder Glück haben würde. Doch nach dem freundlichen Empfang folgte die Ernüchterung: Das Zimmer war sehr klein - die vier Betten und vier Schränke passten geradeso hinein und dazu waren bereits zwei Betten belegt. Ich quatschte kurz mit den zwei Dänen, die ungefähr in meinem Alter waren und sich von meiner Reise sehr beeindruckt zeigten. Sie erzählten mir von ihrem Casino-Erlebnis in Bratislava, bei dem der eine Geld verloren und der andere Geld gewonnen hatte und fragten mich nach meinen Plänen für den Abend. Darauf antwortete ich nur "Schlafen" und wir wussten alle, dass unsere Pläne da wohl nicht deckungsgleich waren.
 
Später kam noch ein vierter Mann dazu, der sich allerdings nicht vorstellte, sondern lediglich seine Sachen im Schrank verstaute und dann das Zimmer wieder verließ. Ich rief meine Eltern an und meine Schwester an, um sie ein wenig auf dem Laufenden zu halten und nach ihrer Meinung zu fragen, denn ich hatte für den nächsten Tag vor die Nacht durchzufahren, um ohne Zwischenstopp nach Budapest zu kommen. Ich wollte relativ spät starten und dann morgens früh dort ankommen. Zum Glück erklärten mir meine Eltern, dass die Idee nicht sonderlich gut war und ich doch eher in Frankreich bei mehr Sonne eine Nacht durchfahren sollte. So entschied ich mich dazu ganz früh aufzustehen und die fast 200 km am nächsten Tag zu fahren. Ich buchte noch ein Hotelzimmer in Budapest und versuchte dann zu schlafen. Doch das gelang mir nicht wirklich, denn irgendwie hatte ich schon Schiss vor dem nächsten Tag. 200 km waren verdammt viel und ich könnte mir morgens noch nicht einmal etwas zu Essen kaufen, da die Geschäfte noch zu haben würden. Und ohne Proviant loszufahren macht ein ganz ungutes Gefühl. Ich bekam Zweifel und wollte das Hotelzimmer stornieren, doch das ging nicht mehr kostenfrei und so stand meine Entscheidung fest. Nun galt es schnell einzuschlafen, doch nach ein paar Minuten kam der Mann, der sich nicht vorgestellt hatte und begann laut zu schnarchen. Und wurde ich ein kleines Arschloch, aber ich brauchte halt den Schlaf... Ich habe ihn nicht umgebracht, aber selbst laut Geräusche gemacht, geschnarcht und laut im Bett umgedreht, damit er wach wird und aufhört zu schnarchen. Und siehe da: Es hat funktioniert. Trotzdem war der Schlaf nicht wirklich gut. Nachts kamen dann die beiden Dänen lautstark betrunken und nach Zigarettenrauch riechend ins Zimmer. So hatte ich dann immerhin kein schlechtes Gewissen morgens so früh aufzustehen.

Tag 22 - In Wien (20. März)

Ich hatte mir für den Tag zwar einiges vorgenommen, entschied mich dann aber unfreiwillig dazu auszuschlafen und plante den Tag morgens ganz in Ruhe. Felix empfahl mir einen Markt zu besuchen, der ganz in der Nähe war und mir eine ganz neue Seite von Wien zeigen sollte. So stand mein erstes Ziel fest und nachdem ich beim Bäcker ein bisschen Frühstück und Proviant gekauft hatte, begab ich mich zum Markt in die Brunnengasse, die mich tatsächlich in eine ganz andere Welt entführte. Dieser Markt und die ihre Ware lauthals einpressenden Verkäufer standen in einem krassen Gegensatz zu dem sonst so feinen Wien. 
 
Nach diesem spannenden Abstecher, stand der erste Touri-Magnet an - das Rathaus. Auf dem Weg dahin kam ich an einer Eisdiele vorbei, die Zimteis verkaufte und wenn es irgendwo Zimteis gibt, dann kaufe ich das auch. Mit entspannter Musik im Ohr und Zimteis auf der Zunge sah ich mir das Rathaus von außen und innen an und beides war sehr schön. Durch die Türme und Fenster wirkte es, wie eine Mischung aus Schloss und Kirche. 
 
Während ich mich nun in Richtung Schlossgarten begab, fuhren einige Pferdekutschen an mir vorbei und ich freute mich, dass Wien heute jedes gute Klischee erfüllte. Auch der Schlossgarten war so schön, dass es mich wunderte, wie wenig Menschen hier unterwegs waren, war es doch schön warm und in jeder Himmelsrichtung mindestens eine Sehenswürdigkeit zu bewundern. Ich sah mir das Naturhistorische Museum sowie das Parlament von außen an und freute mich, dass ich Wien nun so erkunden konnte, wie ich es wollte. Denn jede einzelne Sehenswürdigkeit von innen zu sehen, wäre mir doch etwas zu viel gewesen. 
 
Ich glaube, dass man in Wien den Satz "Gibt es hier denn nirgendwo Kuchen?" wahrscheinlich nie hören wird. Überall gibt es Cafés, Patisserien oder andere Möglichkeiten an süße Versuchungen, wie zum Beispiel die landestypischer Mozartkugeln zu kommen. Die waren mir etwas zu teuer, dafür entdeckte ich in einem Schaufenster ein Schild, welches kleine Pralinen mit Marzipan und Mohn anpries. Nach diesen erkundete ich mich in dem Laden, doch sie hatten nur noch welche mit Marzipan und Walnuss. Da ich davon nur ein kleines Stück kaufen wollte, bekam ich dieses sogar geschenkt. Ich sorgte also fleißig dafür, dass mein Körper alle Kalorien, die er beim Durch-die-Stadt-Schlendern verbrauchte auch wieder bekam.
 
Ich schlenderte weiter durch Wien und stellte fest, dass das meine Lieblingsart war eine Stadt zu erkunden: Nicht planen, nicht die Touristenlieblinge besuchen, sondern einfach nur Schlendern. Ich schlenderte also weiter in Richtung einer Vapiano-Filiale. Bei einem Gespräch vor meiner Reise mit meinen Eltern über meine sehr wählerische Ernährung (in Hamburg sagt man dazu "krüsch") versicherte mir mein Vater in Bezug auf meine Pizza-Liebe, dass es in Wien eine Vapiano-Filiale gibt und er mich auf ein Essen einladen würde. Ich nahm ihn beim Wort und aß eine Pizza und dazu noch einen Nachtisch, den ich mir sonst vielleicht nicht gegönnt hätte. Außerdem nutzte ich das WLAN um die weitere Reise zu planen. 
 
Danach guckte ich, wo ich in Wien am besten "Die Schöne und das Biest" gucken könnte, denn ich wollte mir die Verfilmung meines Lieblingsmärchens mit einer meiner Lieblingsschauspielerinnen auf jeden Fall im Kino ansehen. Ich fand heraus, dass im gegenüberliegenden Gebäude nicht nur eine Buchhandlung, sondern auch ein Kino war, das den Film in ein paar Minuten zeigen würde. Ich bezahlte also schnell und begab mich dann in Richtung Kino. Im Internet hatte ich noch einen Ermäßigungscode für das Kino gefunden, sodass ich den Film relativ günstig sehen konnte. Mit vielen Kleinkindern, die mir ein wenig zu viel redeten sah ich mir also den Film an. Ja, der Film ist einen Ticken zu lang und das Biest ist nicht perfekt animiert, aber insgesamt hätte man den Film nicht viel besser hinkriegen können. Ich finde ihn sogar noch besser, als den Zeichentrick-Film, denn die grandiosen Schauspieler verleihen den Figuren zusätzliche Tiefe, das Drehbuch lässt die Annäherung von Belle und dem Biest noch realistischer erscheinen und man hat das Gefühl, dass die zusätzlichen Lieder im Zeichentrickfilm fehlen. Besonders zu empfehlen ist das Lied "Evermore", das ich seitdem während der Fahrt wahlweise auf Deutsch oder Englisch laut mitsinge, wenn gerade kein Mensch zu sehen ist.
 
In der Buchhandlung stöberte ich noch ein wenig und entdeckte viele neue Bücher, die ich mir unglaublich gerne gekauft hätte, wenn sie nicht so schwer und die Kapazität meiner Satteltaschen so klein gewesen wäre. Ich las in der Anthologie "Seither denk ich dauernd an Dich - Besondere Liebesbriefe" und war begeistert von der Vielfalt der Autor/innen. Besonders schön fand ich die Texte von Isabel Bogdan, Mark Foster (das hat mich sehr überrascht) und Katrin Bauerfeind. 
 
Nachdem ich beseelt lächelnd einen Großteil des Buches gelesen hatte und mir versprochen hatte es in Hamburg zu kaufen, begab ich mich nun in Richtung Hundertwasserhaus. Vorher sprach mich noch eine Frau vom "Wasser für die Welt" an - ein Gespräch, das mich wieder einmal ins Grübeln gebracht hat. 
Langsam ging die Sonne unter und mit dem abnehmenden Licht wirkte das Hundertwasserhaus noch mehr besonders, als sowieso schon. Leider ließ sich das auf die Bilder nicht so gut übertragen. 
 
Mein letztes Ziel für den Tag war dann der Prater, also der Teil mit Zuckerwatte und Riesenrad. Dort waren wir auch während der Klassenfahrt und so kamen die schönen Erinnerungen an die Fahrt wieder hoch und die Gedanken an all die Freunde in Reinbek oder verstreut im Rest der Welt.  
 
Bei der Dämmerung sahen die Fahrgeschäfte manchmal sehr gespenstisch, manchmal aber auch ein wenig magisch aus. Hinzu kam, dass ein Großteil der Fahrgeschäfte noch nicht geöffnet hatte und auch nicht viele Menschen unterwegs waren. So war die Stimmung eine ganz besondere, ist der Ort doch sonst für Menschenmassen, Lichter, Musik und laute Durchsagen von Fahrgeschäftsbesitzern bekannt. 
 
Das Karussell jedoch hatte geöffnet und so entschied ich mich kurzentschlossen dazu eine Runde mitzufahren. Ich wurde neben den einzigen Mann gesetzt, der auch alleine unterwegs war, was sich irgendwie doch etwas komisch anfühlte, saßen um uns herum nur Paare. Es stellte sich heraus, dass er nicht Deutsch und nur so schlecht Englisch sprechen konnte. Mit dem Karussell ging es dann schneller, als gedacht höher, als gedacht und wir gaben uns beide gegenseitig zu verstehen, wie toll die Aussicht hier war, wie schön die vielen Lichter, die wie ein Spiegelbild des Sternenhimmels auf der Stadt lagen (viele Grüße an dieser Stelle an alle meine Ex-Deutschlehrer/innen). Zaghaft schrien wir in die Nacht und ins Dunkel hinein, während ich mit der einen Hand meine Mütze, die drohte wegzufliegen und mit der anderen Hand mein Handy, um das ich auch etwas Angst hatte, festhielt. Er verabschiedete sich mit den Worten "Goodbye, my friend" und ich erkundete den Prater noch ein wenig, bis ich bei Google Maps nach dem Rückweg suchte.
 
Mit dem "Die Schöne und das Biest"-Soundtrack im Ohr und dem Donaukanal links neben mir war auch dieser Weg sehr schön. Ein paar Läufer liefen an mir vorbei und erinnerten mich an meinen Lauf-Abend während der Klassenfahrt am Donaukanal. 
 
Obwohl mich die sechs Kilometer zunächst etwas abgeschreckt hatten, verflog die Zeit und ich war schnell bei Felix und Anna angekommen. Bevor es ins Bett ging, gab es dort noch eine Portion Nudeln, die mir nach dem ganzen Gelaufe sehr gut tat.